STATE LINES 

Mit Line States versammelt die Ausstellung zwei künstlerische Positionen, die die Linie als materielles und räumliches Prinzip denken.

Mark Harrington entwickelt seine Malerei aus Prozessen des Einschneidens und Überarbeitens. In dichten, rhythmischen Feldern treten Linien als Spuren innerhalb geschichteter Oberflächen hervor. Seine häufig mehrteiligen Arbeiten erweitern den Bildraum durch Asymmetrie, Kontrast und feine tonale Verschiebungen.

Oskar Rahe hingegen setzt die Linie als unmittelbaren Eingriff ins Material. In der Arbeit mit Holz entfaltet sich eine prozessuale Praxis zwischen Kontrolle und Zufall, in der Formen zwischen Stabilität und Fragilität oszillieren.

Gemeinsam artikulieren die Arbeiten Linie in zwei Zuständen: als verdichtete Struktur auf der Fläche und als physische Präsenz im Raum. Die Ausstellung etabliert einen präzisen Dialog, getragen von Reduktion, Spannung und räumlicher Klarheit.

Die Eröffnung wird von Petra Giloy-Hirtz begleitet, deren Perspektive die Ausstellung als ein Gefüge von Relationen liest – zwischen Setzung und Prozess, Wahrnehmung und Konstruktion.

BEGLEITPROGRAMM ZU LINE STATES

Alle Formate verstehen sich als Fortführung der Ausstellung — jede Setzung liest die Linie neu: als Klang, als Geste, als Struktur, als Code.

🎻 Donnerstag, 14. Mai, 18 h
Dan Duo (Benedikt & Ruben Dan)

Violoncello & Violine.Ein hochkonzentriertes Duo, das Werke von Bach, Händel, Ravel und Bartók spielt — in unmittelbarer Nähe zur Ausstellung und als musikalische Entsprechung ihrer Spannung zwischen Kontrolle und Fragilität.
Free entry — donation-based

15. Mai — Podiumsdiskussion (TU München): „Embodied Agents and the Quest for a Sustainable Technological Future“
Linie verschiebt sich in den Bereich des Codes: als Datenfluss, als algorithmische Struktur, als Schnittstelle zwischen menschlicher und maschineller Wahrnehmung. Die Fragen nach Autorschaft, Prozess und Kontrolle, die in den Arbeiten von Harrington und Rahe angelegt sind, werden hier in einen erweiterten technologischen Kontext überführt. ( Prof. Dr. Yvonne Förster, Philosopher in Residence)

🔊 Samstag, 16. Mai, 20:30 h
Henry Wagner — Live Set (analog/digital/looping)
Eine klangliche Fortführung von Line States im Spannungsfeld von Struktur, Rhythmus und Prozess.

 

 

 

VERNISSAGE   
TUESDAY | MAY12 | 7pm

PINGRODACHcontemporary versteht Kunst als Resonanzraum.

Zwischen präziser Beobachtung und poetischer Verdichtung zeigt die Galerie Positionen, die sich dem schnellen Blick entziehen – Arbeiten, die nachhallen, weil sie das Denken, Fühlen und Sehen gleichermaßen fordern.

Mit einem Fokus auf deutsch-chinesischen Dialog, malerische Qualität und reflektierte Gegenwart versteht sich PINGRODACH als Ort der Konzentration – und der Begegnung.