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Mark Harrington (*1952, Kalifornien), international tätiger Künstler und langjähriger Kunstprofessor, entwickelt seine Malerei aus Prozessen der Verdichtung, Überarbeitung und Einschreibung. In seinen häufig mehrteiligen Arbeiten entstehen rhythmische Bildfelder von großer physischer Präsenz, getragen von subtilen tonalen Verschiebungen, Asymmetrien und kontrollierten Brüchen.
Oskar Rahe (*2004) verfolgt demgegenüber eine unmittelbare, prozesshafte Praxis. Der Student der Akademie der Bildenden Künste München arbeitet mit Holz als widerständigem Material, in das Linie nicht gezeichnet, sondern eingeschnitten, gesetzt und freigelegt wird. Seine Arbeiten oszillieren zwischen Fragilität und Präzision, Zufall und Kontrolle.
Im Zusammenspiel entfaltet die Ausstellung Linie in unterschiedlichen Aggregatzuständen: als Spur auf der Oberfläche, als Verdichtung von Zeit und als physische Setzung im Raum. Zwischen Harringtons konzentrierter Malerei und Rahes reduzierten Holzarbeiten entsteht ein präziser Dialog von außergewöhnlicher Ruhe und Spannung.
Begleitet wird die Ausstellung von Dr. Petra Giloy-Hirtz, deren Perspektive LINE STATES als offenes Gefüge von Wahrnehmung, Prozess und räumlicher Konstruktion liest.






